Textilfarben und ihre Umweltbilanz

Krapp & Alizarin

Ende des 19. Jahrhunderts setzte die Wirtschaft zunehmend auf synthetische, also künstliche, Farbpigmente. Der Grund: Sie sind günstiger, schnell verfügbar und lassen sich in großen Mengen mit gleichbleibender Qualität herstellen. Der natürliche Farbstoff Alizarin hingegen stammt aus der Wurzel der Krapp-Pflanze, eine seit Jahrhunderten genutzte Färbepflanze. Die Pflanze ist Teil eines natürlichen Kreislaufs und biologisch abbaubar. Der rote Farbstoff steckt in der Wurzel. Je reifer die Wurzel, desto kräftiger die Farbe. Erst nach etwa drei Jahren kann daher erst geerntet werden. Außerdem beeinflussen die Anbaubedingungen – das Klima und der Boden – den Farbton von natürlichen Krapp. Die Industrie stellt daher den Farbstoff Alizarin synthetisch her, und zwar aus Steinkohlenteer. Das ist ein Produkt aus fossiler Steinkohle. Steinkohle entsteht über Millionen von Jahren. Sie kann sich nicht erneuern und ist nicht biologisch abbaubar – genauso wie Erdöl. Synthetische Farbstoffe werden kontrolliert im Labor hergestellt, unabhängig von Jahreszeiten, Klima oder Erntezeiten. Dabei kommen energieintensive chemische Prozesse zum Einsatz. Sie ermöglichen eine gut planbare Massenproduktion. Deshalb setzen die meisten Wirtschaftszweige auf diese einheitlichen künstlichen Farben. Synthetisches Alizarin liefert gleichbleibende Ergebnisse, eine hohe Farbkraft und große Verlässlichkeit. Der natürliche Färberkrapp wiederum erzeugt warme, einzigartige Rottöne wie zum Beispiel das bekannte Türkischrot. Welche Krapp-Farben gefallen Dir?  

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Ende des 19. Jahrhunderts setzte die Wirtschaft zunehmend auf synthetische, also künstliche, Farbpigmente. Der Grund: Sie sind günstiger, schnell verfügbar und lassen sich in großen Mengen mit gleichbleibender Qualität herstellen. Der natürliche Farbstoff Alizarin hingegen stammt aus der Wurzel der Krapp-Pflanze, eine seit Jahrhunderten genutzte Färbepflanze. Die Pflanze ist Teil eines natürlichen Kreislaufs und biologisch abbaubar. Der rote Farbstoff steckt in der Wurzel. Je reifer die Wurzel, desto kräftiger die Farbe. Erst nach etwa drei Jahren kann daher erst geerntet werden. Außerdem beeinflussen die Anbaubedingungen – das Klima und der Boden – den Farbton von natürlichen Krapp. Die Industrie stellt daher den Farbstoff Alizarin synthetisch her, und zwar aus Steinkohlenteer. Das ist ein Produkt aus fossiler Steinkohle. Steinkohle entsteht über Millionen von Jahren. Sie kann sich nicht erneuern und ist nicht biologisch abbaubar – genauso wie Erdöl. Synthetische Farbstoffe werden kontrolliert im Labor hergestellt, unabhängig von Jahreszeiten, Klima oder Erntezeiten. Dabei kommen energieintensive chemische Prozesse zum Einsatz. Sie ermöglichen eine gut planbare Massenproduktion. Deshalb setzen die meisten Wirtschaftszweige auf diese einheitlichen künstlichen Farben. Synthetisches Alizarin liefert gleichbleibende Ergebnisse, eine hohe Farbkraft und große Verlässlichkeit. Der natürliche Färberkrapp wiederum erzeugt warme, einzigartige Rottöne wie zum Beispiel das bekannte Türkischrot. Welche Krapp-Farben gefallen Dir?  

Krapp & Alizarin

Natur versus Synthetik

Färberkrapp Alizarin
Natürlich Synthetisch
Nachwachsende Pflanze Fossile Stoffe (Erdöl/Teer)
2 bis 3 Jahre Anbau bis Ernte Produktion sehr schnell im Labor
Niedriger Energiebedarf Hoher Energieaufwand
Färbebad hoher Wasserbedarf Optimierter Wasserbedarf

Farbfacetten Krapp

Marco Almbauer, CC BY-SA 3.0

Roter Alizarin-Krapplack

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Krapp

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Willkommen im tim! Bei uns erlebst Du Nachhaltigkeit auf besondere Weise! Unser Guide begleitet Dich durch die Dauerausstellung und liefert dir Inhalte auf dein Smartphone. Kann aus Milch ein Faden entstehen? … Eignen sich Bakterien zum Färben von Textilien? … Und wie sieht moderne nachhaltige Mode eigentlich aus? … Du findest hier viele Rohstoffe, lernst engagierte Unternehmen und neue Textiltechniken kennen.Themen wie Recycling, Secondhand und Zero-Waste-Fashion sowie das Konzept einer Capsule Wardrobe dürfen nicht fehlen. Wir haben auch Fragen an dich. Mach mit! Starte beim Textilkomposter, oder an einem der anderen Exponate.

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