Faservielfalt schützt unsere Umwelt

Rohstofftonne

Hier siehst Du die Vielfalt und das Potenzial von Textilfasern.

In der pinken Rohstofftonne sind Pflanzenfasern wie Bio-Baumwolle, Hanf und Zellulosefasern aus Holz. Bei diesen Fasern beeinflussen regionale Faktoren wie die Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser den Anbau. Zudem ist die Qualität der Böden wichtig für das Wachstum der Pflanzen.

Die Proteinfaser aus Milchresten ist tierischen Ursprungs. Milch ist ein Beispiel, wie Produktionsabfälle mit moderner Technik Verwendung finden. Andere Verfahren wie das Recycling verlängern wiederum die Lebensdauer von bereits genutzten textilen Rohstoffen. Die vielen Möglichkeiten machen die Textilproduktion anpassungsfähig, etwa an veränderte Klimabedingungen.

Leider aber beherrschen weltweit trotz aller technischen und natürlichen Vielfalt nur zwei Fasern den Markt. Meist wird Polyester verwendet, ein Kunststoff aus Erdöl.

An zweiter Stelle steht Baumwolle. Die Pflanze ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff für Textilien und wird in großflächigen Monokulturen angebaut.

Es gibt jedoch umweltschonende Alternativen. Recycling spart Rohstoffe und reduziert vor allem den Erdölbedarf. Und im biologischen Anbau von Pflanzenfasern helfen Bestäuber wie Bienen. Sie steigern die Baumwollerträge und fördern zugleich die Pflanzenvielfalt.

Wichtig ist: Der Schutz von natürlicher Vielfalt, also Biodiversität, stabilisiert unsere Lebensräume.

Welche verschiedenen Textilfasern kennst Du?

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Hier siehst Du die Vielfalt und das Potenzial von Textilfasern.

In der pinken Rohstofftonne sind Pflanzenfasern wie Bio-Baumwolle, Hanf und Zellulosefasern aus Holz. Bei diesen Fasern beeinflussen regionale Faktoren wie die Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser den Anbau. Zudem ist die Qualität der Böden wichtig für das Wachstum der Pflanzen.

Die Proteinfaser aus Milchresten ist tierischen Ursprungs. Milch ist ein Beispiel, wie Produktionsabfälle mit moderner Technik Verwendung finden. Andere Verfahren wie das Recycling verlängern wiederum die Lebensdauer von bereits genutzten textilen Rohstoffen. Die vielen Möglichkeiten machen die Textilproduktion anpassungsfähig, etwa an veränderte Klimabedingungen.

Leider aber beherrschen weltweit trotz aller technischen und natürlichen Vielfalt nur zwei Fasern den Markt. Meist wird Polyester verwendet, ein Kunststoff aus Erdöl.

An zweiter Stelle steht Baumwolle. Die Pflanze ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff für Textilien und wird in großflächigen Monokulturen angebaut.

Es gibt jedoch umweltschonende Alternativen. Recycling spart Rohstoffe und reduziert vor allem den Erdölbedarf. Und im biologischen Anbau von Pflanzenfasern helfen Bestäuber wie Bienen. Sie steigern die Baumwollerträge und fördern zugleich die Pflanzenvielfalt.

Wichtig ist: Der Schutz von natürlicher Vielfalt, also Biodiversität, stabilisiert unsere Lebensräume.

Welche verschiedenen Textilfasern kennst Du?

Pflanzenvielfalt

NAWAREUM Straubing, Foto: Franziska Schrödinger

Im Museum für Nachhaltigkeit Nawareum in Straubing zeigt sich die Planzenvielfalt an der Wand.

NAWAREUM

Lavendel und Hanf sind gute Pflanznachbarn, da der intensive Duft des Lavendels Schädlinge abwehrt und nützliche Insekten anzieht.

Foto: Betexion, Pixabay

Baumwolle und Studentenblumen mögen beide die Sonne. Die Studentenblume schützt durch ihren Duft die Baumwolle vor Blattläusen und anderen Ungeziefern.

NAWAREUM

Kenaf und Baumwolle sind (sub-)tropische Pflanzen. Während die robuste Kenaf-Bastfaser ideal für Seile, Segeltücher und Taschen ist, sorgt die weiche Baumwollfaser für bequeme Kleidung.

NAWAREUM

Ein Rucksack aus Ananas-Faser. Die Faser wird aus den Blättern der Ananas-Staude gewonnen. Sie ist sehr strapazierfähig und kann als Stoff oder Lederalternative verarbeitet werden.

Textilfasern

Hanffaser
test

Hanf lässt sich umweltfreundlich anbauen, ohne Pestizide, Herbizide oder zusätzliche Bewässerung. Die Blüte bietet Nahrung für Bestäuber wie Bienen und unterstützt die Artenvielfalt. Seine Wurzeln lockern den Boden und speichern Nährstoffe. Hanf lässt sich problemlos in Europa kultivieren und liefert hochwertigen regionalen Textilrohstoff.

Milchfaser
Milchfaser

Statt überschüssige Milch teuer als Müll zu entsorgen, können daraus Textilfasern entstehen. Die Milchfasern entstehen aus dem Milcheiweiß Kasein. Die Faser ist aus erneuerbaren Quellen, biologisch abbaubar und zu 100 Prozent tierischen Ursprungs. Dabei ist auf eine kontrolliert biologische Tierhaltung zu achten

Zellulosefaser
Zellulosefaser

TENCEL der Firma Lenzing ist eine regenerierte Zellulosefaser. Die Basis ist dabei Holz als nachwachsender Rohstoff. Ein geschlossener Herstellungskreislauf – vom Rohstoff zur Faser – schont Energie und Wasser. Die Einhaltung hoher Umweltstandards, zum Beispiel für den Erhalt der Wälder, stellt ein wichtiges Kriterium für mehr Nachhaltigkeit dar.

Recyclingfaser
Recyclingfaser Recycling Atelier Augsburg

Statt alte Kleidung zu entsorgen, wird sie recycelt und zu neuem Rohstoff. Beim Faser-zu-Faser Recycling entstehen aus alten Textilien neue Fasern. Am besten funktioniert es bei Kleidungsstücken aus nur einer Faserart. Damit der neu gesponnene Faden stabil und hochwertig bleibt, mischt die Industrie häufig „frische“ Fasern, sogenannte Primärfasern, hinzu.

Bio-Baumwolle
Bio-Baumwolle

„Bio“ ist in Europa ein geschützter Begriff, auch bei Baumwolle. Dahinter stehen verschiedene Standards, die festlegen, wie nachhaltig ein Produkt hergestellt wird. Sie berücksichtigen zum Beispiel Arbeitsbedingungen, Chemikalieneinsatz, Produktionsprozesse und Umweltschutzmaßnahmen. Die Standards unterscheiden sich in Strenge und Kontrolle und beziehen meist nur einzelne Abschnitte der Lieferkette ein.

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Willkommen im tim! Bei uns erlebst Du Nachhaltigkeit auf besondere Weise! Unser Guide begleitet Dich durch die Dauerausstellung und liefert dir Inhalte auf dein Smartphone. Kann aus Milch ein Faden entstehen? … Eignen sich Bakterien zum Färben von Textilien? … Und wie sieht moderne nachhaltige Mode eigentlich aus? … Du findest hier viele Rohstoffe, lernst engagierte Unternehmen und neue Textiltechniken kennen.Themen wie Recycling, Secondhand und Zero-Waste-Fashion sowie das Konzept einer Capsule Wardrobe dürfen nicht fehlen. Wir haben auch Fragen an dich. Mach mit! Starte beim Textilkomposter, oder an einem der anderen Exponate.

Let’s go green!

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